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„Startschuss zur größten Massenintoxikation der Welt“, hieß es heute in einer Eilmeldung auf süddeutsche.de. Meine Sinne noch nicht ganz beisammen, weil müde von gestern und ohnehin etwas krank, habe ich in meiner sonnigen kleinen Loggia einen ziemlichen Schreck bekommen. Oh Gott, was ist denn da passiert, dachte ich. Dachte ich wirklich. Bis ich dann auf die Nachricht klickte und verstand: O'zapft is in Minga. Ja mei...
Ja Leute, mittlerweile bin ich schon eine ganze Woche in Berlin und daher ist es wohl Zeit für ein kleines Resümée, damit ihr auch wisst, was ich hier den ganzen Tag so mache ohne euch alle. Zuerst zu meiner Arbeit: Ich kann natürlich nicht frei von der Leber weg erzählen, weil ich ja zur Geheimhaltung verpflichtet bin, deswegen nur so viel: Die Woche ist ganz gut gelaufen, es ging alles etwas drunter und drüber am Anfang. Richtig große Sachen hab ich noch nicht gemacht, aber immerhin könnt ihr schon etwas von mir lesen im Netz. Die Leute sind ganz nett zu mir, natürlich findet man nicht zu allen einen gleich guten Draht, aber das ist okay. Schön ist, dass sich Mittags die Hospitanten zum gemeinsamen Essen in der Kantine treffen und das - ich nenne es mal - Bildungs- und Freizeitprogramm richtig interessant ist. Dienstags ist zum Beispiel abends immer HOSP-Stammtisch. Am liebsten wäre es mir, wenn ich in den nächsten Wochen vielleicht ein eigenes Projekt oder zumindest spezielle Aufgaben zugeteilt bekomme, damit ich auch möglichst viel mitnehmen kann für berufliche Zukunft.
Leider hab ich mich ein wenig erkältet hier, ist es bei euch auch so kalt geworden? Naja, aber mit meiner neuen Lederjacke, die ich mir gleich am ersten Tag, ungefähr zwei Stunden nachdem ich angekommen war, hier gekauft habe (ich wollte eigentlich gar nichts, ja!), muss ich in den nächsten Wochen bestimmt nicht frieren. Übrigens habe ich hier schon eine Jogging-Strecke gefunden. Man glaubt es kaum, aber sogar ein Schotterweg, direkt vor meiner Tür. Ist echt ganz schön, so am Kanal entlang. Nur bin ich es nicht gewöhnt, dass mir dabei so viele Menschen zuschauen wie hier. Klar, die Erholungsflächen hier in der Stadt sind nicht so groß, da tummelt sich dann alles auf den wenigen Plätzen.
An die Münchner unter euch: Denkt mal an mich, wenn ihr eure Wiesn-Maß genießt. Hab gestern auch schon ein bisschen bayerisches Kulturgut verbreitet und mit meinem Zwischenmieter ein Weihenstephaner Weizen getrunken und ihm erklärt, dass es „Mass“ heißt, und nicht „Maas“.
In diesem Sinne: Servus und viele Grüße aus der Großstadt,
gkk
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