Die Koffer sind fast gepackt, von der Party gestern nicht mehr viel zu sehen...
In ein paar Stunden geht's zurück nach Hause. Bisher war ich ganz fröhlich, mittlerweile merke ich, wie sehr ich das Leben und die Leute hier vermissen werde.
Au revoir Bruxelles! Und danke für die schöne Zeit.
gkk
Freitag, 31. Juli 2009
Mittwoch, 22. Juli 2009
Volksfest à la Belgique
Ein sehr ereignisreiches Wochenende liegt hinter mir... Nicht nur, dass eine Freundin vier Tage zu Besuch war, ich hatte auch zwei Tage frei und damit ein sehr langes WE =)
In Belgien war nämlich gestern Nationalfeiertag. Dazu hatten viele offizielle Gebäude wie das belgische Parlament geöffent, tausende von Menschen waren auf den Straßen unterwegs und rund um den Palais Royale und den Brüsseler Park, Rue de la Loi etc. war alles abgeriegelt. So habe ich dann bei sengender Hitze in der Menschenmenge meine erste Militärparade inklusive König erlebt. Sehr interessant aber auch in gewisser Weise befremdlich, wenn die mit den Waffen und Gewehren aufmarschieren, und Panzer um Panzer vorbeirollen. Was die Menschen alles erfinden, um sich gegenseitig umzubringen...
Am Vorabend wurde im Marollen-Viertel - das ist das Arbeiterviertel und eine Gegend, die man sonst wohl nicht nach Brüssel packen würde - vorgefeiert. Am Place de Jeu de Balle war ein "Bal public" - eine große Party, Bands haben gespielt und dazu alle ausgelassen getanzt. Das könnte man sich bei uns nicht vorstellen, da würden die meisten rumstehen und gucken. Außerdem hat man dort auch ein Volksfest aufgebaut - auf einer langen, großen Straße mitten im Wohngebiet. Und sowas wie Sicherheitsabstand kennen die Belgier bei den Fahrgeschäften irgendwie auch nicht. Statt Brezen und Käse und Würstchen gab es viele Stände mit Fritten (was sonst *g*), aber auch Schneckensuppe und natürlich Muscheln. Und ganz viele andere frittierte Sachen.
War sehr schön. Am Freitag bekomme ich dann nochmal Besuch und dann geht es auch für mich bald zurück in die Heimat.
Ich denk an euch,
gkk
Montag, 13. Juli 2009
Belgien - klein, aber lecker!
Kulinarisch war das vergangene Wochenende wieder sehr sehr gut. Neben dem gemeinsamen Kochen in der WG, was jedes Mal sehr viel Spaß macht und bei dem selten weniger als drei Gänge rauskommen (auch wenn mindestens einer davon immer Nudeln mit irgendwas sind), haben wir es uns auch sonst gut gehen lassen. Freitag Thailändisch essen, mit zwei Mitbewohnern bin ich dann am Samstag nach Gent gefahren und wir haben "Griechisches Brot" probiert, auch eine der belgischen Köstlichkeiten. Samstag nacht gab es dann Pommes von der angeblich zweit besten Frittenbude und Sonntag erst wieder Kochen, dann leckeres Törtchen aus der Patisserie und am Abend waren wir alle zusammen Pizza essen.
Und wenn ihr euch fragt, was ich außer essen noch so mache: Gent ist eine recht schöne Stadt, aber auch nicht besonders spektakulär. Und wenn man abends um die Häuser zieht merkt man schon, dass Brüssel sich langsam leert - im August ist hier nämlich absolut nichts los. Und ich war wieder einmal Joggen. Wurde auch Zeit. Und was das anbelangt, freue ich mich schon auf die "Weiten des Bayerischen Waldes". =)
Bis bald,
gkk
Dienstag, 7. Juli 2009
Fahrräder, Gras und Nackte
Vergangenes Wochenende habe ich einen Ausflug ins Flachland gemacht. In die Niederlande, genauer gesagt. Mit einer Mitbewohnerin und meiner Mitpraktikantin ging's per Bus nach Amsterdam. Und eins kann ich sagen: wir haben an diesem WE viele neue Eindrücke gewonnen.
Zuerst war ich schon während der Fahrt überrascht von der schönen Landschaft. Und davon, dass in Holland tatsächlich alle mit Hollandfahrrädern durch die Gegend radeln. Nach Abstechern nach Rotterdam und Den Haag sind wir schließlich in Amsterdam angekommen. Das Stadtbild ist unglaublich schön, die ganzen Grachten, die sich durch die Stadt ziehen, mit den Hausbooten - manche weniger, manche aber sehr schön hergerichtet. Die Häuser sind sehr niedlich, manche davon stehen aufgrund des nachgiebigen Bodens sehr schief und wenn man bei H&M links in die Seitengasse abbiegt sitzt da im Fenster eine Peitsche schwingende Zwei-Zentner-Domina... Wir haben uns ganz schön erschreckt =)
Geht man an den zahlreichen Bars vorbei, strömen einem riesige Graswolken entgegen. Generell ist die Stadt in diesen penetranten Dunst eingehüllt. Und es ist wirklich seltsam wenn man in die Coffee Shops geht, die Joints zur Auswahl auf der Theke aufgereiht liegen und es als "Angebot des Tages Kaffee plus Muffin" gibt. Nach dem Schock mit der Domina sind wir dann abends noch ins Rotlichtviertel - da schieben sich nachts um halb 2 tausende von Menschen durch die Straßen, während links und rechts die Damen stehen, mit ihrem Arsch wackeln und um Kunden werben. Und mittendrin feiern alle als wäre es das normalste der Welt. Wirklich sehr krass!
Grüße aus Brüssel,
gkk
Mittwoch, 1. Juli 2009
Der Duft von Heimat in der Ferne
Bild: Der Innenhof der Bayerischen Landesvertretung
Wer hätte gedacht, dass ich hier zu Grillhendl, Brezen und Kartoffelsalat komme? Ich jedenfalls nicht. Dementsprechend beeindruckt war ich, als ich gestern abend die Bayerische Landesvertretung betrat. Das Anwesen (ja, keine Büroetage so wie bei anderen, sondern ein Anwesen) besteht aus mehreren herrschaftlichen Häusern, im Kreis angerichtet so dass innen ein richtiger Marktplatz inklusive Maibaum entsteht.
Weil Erwin Huber, der Redner des Abends, wegen Unwetter erst mit einigen Stunden Verspätung in München starten konnte, hat man das Essen ganz im unseren Sinne vorverlegt. Tatsächlich gab es einen richtigen "Giggerlgrill", ein Buffet mit Kartoffelsalat und Krautsalat und natürlich frisch gezapftes Bier. Und gegessen wurde stilecht auf Biergarnituren.
Natürlich bestätigt sich damit das Klischee, die Bayern müssten sich immer irgendwie herausstellen, die eigene Kultur betonen und haben das meiste Geld. Aber ganz ehrlich: mir hat's gefallen, eine gewisse Originalität kann man dem auch nicht absprechen und die Tickets zu den Veranstaltungen sind in der Stadt heiß begehrt. Mehr als einmal habe ich in meiner Zeit hier schon gehört "Du musst unbedingt noch zu den Bayern, da gibt es das beste Essen!"
Tja, und heute lieg' ich mit Kopfschmerzen und Fieber im Bett und ich weiß nicht, warum und woher das kommt. Am Essen kann es auf jeden Fall nicht gelegen haben =)
Viele Grüße aus dem extrem heißen und smoggehüllten Brüssel,
gkk
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