Mittwoch, 8. September 2010

Tschüss Hamburg, merhabar Istanbul...

Ein bisschen Türkei war schon am Flughafen in Hamburg. Viele türkische Familien mit vielen großen Koffern. Der Typ am Schalter meinte nur "Das geht schon", als die Waage bei meinem Gepäck 37,7 Kilo anzeigte...Und jetzt bin ich hier also.

Istanbul ist reinste Synästhesie. Eine Stadt, für die man alle seine Sinne braucht. Der Wind im Gesicht, während man mit dem Taxi am Bosporus entlang fährt, der Gestank am Hafen, die Gebetsrufe aus den Moscheen, der ganze Verkehr, so laut, dass ich das Gefühl habe, Oropax beim Busfahren würden nicht schaden. Die Hitze, der glitzernde Bosporus, das nächtliche Leben auf der Straße, der Chai...

Prinzipiell trinke ich bisher nur Tee, Wasser und Kaffee, wenn ich unterwegs bin: chay, su, kahve. Was anderes kann ich nämlich auf Türkisch nicht bestellen. Sich in einem Land zu bewegen, dessen Sprache man nicht kann, ist eine riesige Herausforderung, die ich vielleicht auch ein bisschen unterschätzt habe. Und auch wenn man hier mit Englisch recht weit kommt, ist es sehr mühsam bisher.

Mittlerweile habe ich gelernt: die gaffenden Männergruppen gar nicht erst anschauen, sonst fühlen sie sich angesprochen, ich kann sehr konzentriert meine falsche Handynummer weitergeben, aber was mir vorhin passiert ist, hat mich dann doch etwas überfordert: ein junger Touri-Türke mit Goldzahn hat mich angegrinst und gefragt, woher ich komme. Ich: "Germany." Touri-Türke: "Germany? Heil Hitler!", und macht dazu die einsprechende Handbewegung. Okayyy...ich bin geflüchtet.

Bis bald,
gkk

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