Montag, 18. Mai 2009

http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeit

Ich bin mir zwar nicht sicher, wo meine Arbeit in der oben stehenden Seite einzuordnen ist, aber jedenfalls arbeite ich seit mittlerweile über zwei Wochen im Europabüro der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Meine tägliche Arbeitszeit von 9 bis 18 Uhr (Freitags bis 14 Uhr) kann ich nicht immer ganz ausfüllen. Das ist an sich nicht schlimm und auch ganz normal, aber ich hab's eigentlich lieber, wenn ein bisschen mehr Power gefordert wird. In meine Abteilung "Multinationaler Entwicklungsdialog" im 2. Stock des Gebäudes sind noch vier Leute, der Rest der Truppe (sechs Personen) sitzt einen Stockwerk tiefer und kümmert sich um innereuropäische Angelegenheiten und Veranstaltungsorganisation. Mit Andrea, der anderen Praktikantin gehe ich meistens in die Mittagspause, und Max aus Passau habe ich mittlerweile auch kennen gelernt und für nett befunden ;-) Nur ist er - ich bin mir nicht sicher wie ich es einschätzen soll - wahlweise distanziert/uninteressiert oder distanziert/schüchtern.

Momentan bewerben wir uns für einen Rahmenvertrag, das heißt, einen Vertrag, der der KAS seitens der Kommission regelmäßig Aufträge und Gelder zusichert. Ich musste bisher viel übersetzen und Lebensläufe überarbeiten und in ein Formular pressen und solche Sachen. Von der Spannung her geht's so - man muss schon sagen, Entwicklungspolitik ist halt selten "Ich mach was Gutes" im Sinne von mal schnell einen Brunnen graben, sondern viel Administration und leider auch, einfach Kampf um die EU-Gelder. Sehr gut finde ich, dass ich doch viel mit Englisch und Französisch zu tun habe und es hin und wieder ganz interessante Veranstaltungen gibt. So erlebe ich auch in der Praxis, wie Politik funktioniert, die Institutionen zusammen wirken usw.

Die Kollegen sind für sich alle sehr lieb und nett, es fehlt aber ein bisschen an Gruppengefühl, meine ich. Hinzu kommt, dass zur Zeit einige Personalwechsel anstehen und ich zum Beispiel in meiner Abteilung in vier Wochen eine neue Chefin bekomme.

Fazit: Die Arbeit ist bisher recht gut, die großen Herausforderungen lassen aber noch auf sich warten...


Viele Grüße aus Europas Machtzentrum,
gkk

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