Es hilft nichts, Leute ich muss euch noch von meinem Wochenende erzählen :-)
Schon nach wenigen Tagen hier merkt man ja, wie kontrastreich Brüssel ist: viele, viele Nationalitäten, viele, viele Lebensentwürfe, Viertel und Plätze mit ganz unterschiedlichem Charakter - und diese krassen Unterschiede spiegeln sich auf ganz einmalige Weise in der Stadtarchitektur wieder. Alte Backsteinhäuser mit Balkon, die imposanten Glasfassaden der EU-Institutionen, Bauruinen, zerfallene Hütten, Baustellen - und das alles auf wenige Meter. Etwas von dieser Vielfalt habe ich in den vergangenen Tagen schon mitgenommen.
Am Freitag war ich mit einem Mitbewohner und Bekannten von ihm in der Stadt unterwegs, zunächst was trinken. Weil Bekannte wieder welche kannten und so weiter, saßen wir schließlich mit zehn Leuten am Tisch und haben in allen möglichen Sprachen gequatscht. Anschließend sind wir in den Havanna Club - und haben dort viel lateinamerikanisch getanzt. Zumindest habe ich es versucht.
Am Samstag hatten dann zum Europatag sämtliche EU-Institutionen offen. Foto: Ich am Rednerpult des Plenarsaals im EU-Parlament. Haben uns alles ein bisschen angeschaut und war sehr interessant. Interessant war auch, wie sich die zivilisiertesten Menschen benehmen, wenn es etwas umsonst gibt. Zeitweise hatte ich das Gefühl, im bin in einem Rockkonzert. Abends sind wir dann in eine etwas schickere Gegend gefahren und haben dort eine total urige Kneipe mit einer ca 2 Quadratmeter großen Bühne entdeckt. Das Publikum war absolut links, das Trio hat Lieder über das Proletariat, gegen den Staat usw. gesungen und die ganze Meute samt uns dabei hat getanzt.
Am Sonntag war dann in der Stadt Straßenfest. Schon auch mit vielen Info- und Essensständen, wie wir es kennen. Aber es waren auch überall in der Stadt Bühnen und vor allem DJs haben aufgelegt. So war ich dann gleich mal auf meiner ersten Elektroparty unter freiem Himmel *g*. Auf einem Platz vor einem Schloss lag Rollrasen zum Mitnehmen und so haben sich die Leute einfach eine Wiese ausgelegt. Mitten am Tag haben die Leute getanzt, getrunken, geraucht (und mit Rauchen meint man hier alles mögliche). Zu gucken gab's jedenfalls genug...
A bientôt,
gkk
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