Nach einer helftigen Infektion vor zwei Wochen, die mich fast eine Woche an mein Zimmer fesselte und mir sieben Tage meiner Ferien und jede Menge Spaß kostete, hänge ich nun schon wieder zu Hause rum. Gestern musste ich operiert werden - im Gesicht.
Eigentlich würde ich mich nicht als eitel bezeichnen. Gut, ein bisschen Marscara trage ich immer auf, wenn ich aus dem Haus gehe, aber das wars auch schon. Make-Up besitze ich nicht mal und ich gehöre auch nicht zu der Sorte, die beim Essen nur einen kleinen Salat bestellt und anschließend eine halbe Stunde joggen geht, weil im Dressing Sahne war. Ganz bestimmt nicht. Aber jetzt, wo ich für ein paar Tage - und hoffentlich wirklich nur für ein paar Tage - "entstellt" bin, merke ich, wie wie sehr man sich doch Gedanken um das eigene Äußere macht. Selbst vor dem Menschen, die mich kennen und jeden Tag sehen, die ich seit meiner Kindheit kenne, denen ich vertrauen kann, schäme ich mich. Nur weil ich nun für ein paar Tage ein bisschen wie eine Ente aussehe.
In ein paar Tagen ist es hoffentlich vorbei und dann gehe ich meinen Cousin besuchen, im Wald joggen, einkaufen, Eis essen und verreise. Und ich freue mich schon darauf, die Leute ungehemmt anzulächeln.
Oh - es klingelt. Ganz leise und nur nicht bewegen. Hoffentlich kann man das Flimmern des Fernsehers draußen nicht sehen...
Viele Grüße aus der Kleinstadt,
gkk
Zum Glücklichsein braucht man eigentlich nur Gesundheit und ein schlechtes Gedächntnis //Ernest Hemingway
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