Sonntag, 6. Februar 2011

Ohh Istanbuuuul...

7.30. Das ist die Uhrzeit, zu der nun mein Wecker morgens klingelt - und dann warten täglich vier Stunden Türkischkurs plus Hausaufgaben auf mich. Ganz schön anstrengend. Aber ich hoffe, es bleibt dafür auch was hängen von all der Grammatik und den Vokalbeln und Texten. Denn Zeit zum lernen will ich mir einerseits schon, dann aber auch wieder nicht nehmen. Denn was soll ich zu Hause am Schreibtisch, wenn draußen diese wilde Stadt auf mich wartet?

Ich hab das Gefühl, mich jede Woche auf's neue in diese Stadt zu verlieben. Du stehst morgens halbwegs gut gelaunt auf, und ahnst nicht, dass du den abend in einem Luxusappartment mit Blick über den Bospurus und einigen steinreichen, aber auch ein bisschen verdorbenen jungen Leuten verbringen wirst, die du 12 Stunden vorher noch nicht kanntest.

Oder du setzt dich morgens, während noch der Nebel über dem Bosporus hängt, in die Metro und fährst mit ein paar Leuten nach Sariyer, einem Stadtteil im Norden Istanbuls, wo du das Leben spürst, wie es wohl vor 20, 30 Jahren hier in der Stadt war. Und abends sitzt du bei Kumpir und Waffeln unter der beleuchteten Bosporusbrücke und staunst und staunst und staunst.

Momentan fehlt mir vor allem: Gründe, warum ich meinen Rückflug buchen sollte...
http://www.youtube.com/watch?v=r6YYpeo_M1Y

Kendine iyi bak.
gkk

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