Und weil Angie, Monsieur Bling-Bling und die anderen eben geschützt werden müssen, hat man das Gelände rund um Kommission und Ratsgebäude komplett verriegelt, hunderte von Polizisten waren unterwegs, Hubschrauber überflogen die Stadt in regelmäßigen Abständen und auf dem Weg nach Hause musste ich gestern über Stacheldraht steigen =)
Autoreifen haben gebrannt und stundenlanges Hupen
Komplett wurde das Verkehrschaos dann, weil u.a. der Bund der deutschen Milchviehhalter zur Demo aufgerufen hatte. Als Christiane, meine neue Mitpraktikantin, und ich, am Donnerstag in die Mittagspause wollten, machten wir die Haustüre auf: draußen war alles voll Rauch und es hat fürchterlich gestunken. Wir: "Oh Gott! Es brennt, es brennt!" Als wir dann aber nach links guckten, haben wir gesehen, dass der komplette Park und die Tervuren-Straße mit riesigen Traktoren und Anhängern vollgestopft war. Vor allem aus Deutschland waren auch viele Milchbauern dabei (wie lange man wohl braucht, wenn man zum Beispiel vom Westerland aus mit dem Traktor nach Brüssel fährt?) und ich muss sagen, sie waren auch sehr kreativ mit ihren Protestschildern. Ich wollte mir unbedingt alle Sprüche merken, aber das hat natürlich nicht geklappt. Ich weiß nur noch "Lait = vie" und "Kuh tot, Bauer tot, alle in Not".
Das war wenigstens mal eine Abwechslung diese Woche. Denn in der Arbeit war ansonsten absolute langeweile angesagt. Andererseits konnte ich die Zeit für meine Bewerbungen nutzen und das ist auch gut.
Ansonsten freu ich mich aufs Wochenende und hoffe, ihr habt alles was schönes vor!
Ich denke an euch,
gkk
Bild: Der Parc Cinquantenaire in Bauernhand.
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